Holzbaulexikon

Abbund

bearbeiten der Hölzer durch den Zimmerer für die Montage, erfolgt meist in der Abbundhalle der Zimmerei.

Balkendecke

hier trägt jeder Balken den von ihm selbst eingenommenen Teil der Decke.

Baulicher Holzschutz

umfaßt die vorbeugenden baulich-konstruktiven Maßnahmen wie trockener Einbau, Vermeidung von Tauwasser, Dachüberstand oder Spritzwassersockel zum Schutz des Hauses.

Beplankung

großflächige Platten, die den Raumabschluß bilden und zugleich im statischen Gefüge aussteifende und mittragende Funktionen über nehmen

Brettschichtholz

getrocknete und gehobelte Bretter werden in Formen zu großen Holzbauteilen verleimt; ermöglicht hohe Spannweiten und gebogene Formen; vergütete technologische und statische Eigenschaften.

Brettstapelbauweise

moderne Massivholzbauweise mit Bauteilen aus hochkant gestellten, zu flächigen Elementen vernagelten Brettern, die als sichtbare Decken und Wände montiert werden.

Chemischer Holzschutz

Schutz des Holzes gegen Pilze und Insekten durch chemische Mittel. Die Verwendung wird nach DIN68800 geregelt und kann durch konstruktive Maßnahmen weitest gehend oder ganz überflüssig gemacht werden.

Dampfsperre

verhindert, dass unzulässig viel Wasserdampf aus dem Gebäudeinneren in die Dämm schicht eindringt und dort als Tauwasser ausfällt.

Estrich

ist ein Bauteil, das als Teil der Fußboden konstruktion auf einem tragenden Untergrund oder auf einer zwischenliegenden Trenn- oder Dämm schicht aufgebracht wird.

Flachsfaserdämmstoffe

sind organische Faser dämm stoffe; eignen sich für Wärme- und Schall dämmung.

Glaswolle

Dämmstoff aus künstlichen Mineralfasern, die aus der Glasschmelze hergestellt werden.

Holzfeuchte

Feuchtegehalt des Holzes, angegeben in Prozent des Trockengewichts. Ein Holzfeuchte ge halt von 15% sollte im Holzhausbau eingehalten werden, um Pilzbefall und nachträgliches Verziehen auszuschließen.

Holzrahmenbau

Holzsystembauweise mit tafelförmigen Elementen, bestehend aus Vollbalken und Holzwerkstoffe. Gipswerkstoffbeplankung; weit gehende Vorfertigung in der Zimmerei.

Konterlattung

Abstandshölzer zur Schaffung einer Belüftung zwischen Lattung und Unterspannbahn.

Lattung

Trägerholz für Dachziegel.

Lärche

Mäßig schweres und mäßig schwindendes Holz mit Harzgängen oder Harzgallen, gelblich weißem Splint und rötlichbraunem bis rotbraunem Kern. Läßt sich gut bearbeiten, verleimen, lackieren oder lasieren. Der Kern ist recht witterungs beständig und widerstandsfähig gegen Pilze und Insekten. (Resistenzklasse 3 nach DIN 68364)

Mineralwolledämmstoffe

sind Faser dämmstoffe und eignen sich für Wärme-, Schall- und Brand schutz aufgaben.

Steinwolle

Dämmstoff aus künstlichen Mineralfasern, die aus der Steinschmelze hergestellt werden.

Niedrigenergie-Haus

Durch guten Wärmeschutz, Wärmeschutzverglasungen und eine kostengünstige Abluft-Lüftungsanlage kann beim Niedrigenergie haus der Energiekennwert Heizwärme zwischen 30 und 70 kWh/(m2a) erreicht werden.

OSB-Platten

Holz werkstoffplatte aus Nadelholz europäischer Herkunft. Hohe Formstabilität und Festigkeit, je nach Verleimungsart.

Passiv-Haus

Der Heizwärmekennwert beim Passiv-Haus liegt bei maximal 15 kWh/(m2a).Im Vergleich zum Niedrigenergiehaus verfügt das Passiv-Haus über besseren Wärmeschutz, Dreischeiben-Wärme schutzverglasung und eine hocheffiziente Wärme rück gewinnung. Passiv-Häuser sind Gebäude, in denen eine hohe Behaglichkeit im Winter und im Sommer ohne separates Heizsystem und ohne Klima anlage erreicht werden kann - das Haus heizt und kühlt sich passiv.

Schall

Man unterscheidet drei verschiedene Arten des Schalls:

  • a) Luftschall ist der in Luft sich ausbreitende Schall
  • b) Körperschall ist der in festen Stoffen sich ausbreitende Schall
  • c) Trittschall ist der beim Begehen einer Decke oder Treppe entstehende Körperschall, der teilweise als Luftschall in darunterliegende Räume abgestrahlt wird.

Technische Holztrocknung

Technische Trocknung des Holzes in einer beheizten Kammer über mehrere Tage. Durch die gleichmäßige Trocknung wird ein späteres Verziehen des Holzes vermieden, eventuell vor handene Holzschädlinge werden abgetötet.

Unterspannbahn

schützt die Dachausbauschichten bzw. den nicht ausgebauten Dachraum vor Schlag regen, Flugschnee, Schmelzwasserrückstau, Staub und Kondenswasser.

U-Wert

(Wärmedurchgangskoeffizient) gibt an, wie groß die durchfließende Wärmemenge ist. Je kleiner der k-Wert, desto besser ist die Wärme dämmung.

Verschalung aus Holz

als Dachschalung auf den Sparren aus ungehobelten Brettern oder Holzwerk stoffplatten; als Wand- und Decken schalung; Übernimmt statische und oder optische Funktion, je nach Einsatzzweck.

Wärmedämmung bedeutet

  • den Wärmeaus tausch zwischen Räumen und der Außenluft bzw. zwischen Räumen mit verschiedenen Temper aturen zu verringern.
  • die Bauten vor Schäden infolge wechselnder Temperatureinwirkungen von außen zu schützen.
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